irgendwann fragt sich jeder mensch einmal: "wieso leben wir eigentlich?" diese frage ist nicht leicht zu beantworten. manche menschen glauben an eine höhere macht. sollen wir auf die probe gestellt werden? leben wir nur, um unsere gene weiterzugeben? wozu haben wir dann ein bewusstsein? und wenn es jemanden gibt, der uns nur prüfen will.. wieso spielen wir dann mit? erwartet uns wirklich so etwas wie eine hölle, wenn wir die regeln brechen?
der mensch hat eine gesellschaft erschaffen, die ganz eigene regeln hat. er ist weg von der eigenwirtschaft, hin zur massenwirtschaft. kaum einer ist noch in der lage, sich voll und ganz selbst zu versorgen. wäre auch gar nicht möglich, denn es gibt mittlerweile so viele menschen, dass gar nicht genug bestellbares land für alle da ist. zumindest nicht in unseren regionen. ich muss ehrlich sagen, ich habe mich nicht intensiv mit diesem thema befasst. es sind alles nur persönliche eindrücke. dinge, die ich mag und die mir missfallen. das meiste geht glaube ich eher ins negative. ich bin kein teil dieser gesellschaft. oder doch, vielleicht ist das falsch ausgedrückt. ich bin sehr wohl teil dieser gesellschaft, - jeder ist teil dieser gesellschaft - jedoch fühle ich mich nicht dazugehörig. es fühlt sich ganz einfach falsch an, wie der mensch lebt.
manchmal stehe ich einfach da und schaue die menschen an, sehe ihr handeln, ihre schritte, einen teil ihres lebens. und sehr oft frage ich mich: "muss das denn sein?"
erst kürzlich habe ich eine kurze diskussion darüber geführt, ob ein fliegender pinguin denn ein pinguin sei. ganz einfach betrachtet ist alles, was pinguin heißt, auch ein pinguin. ein mensch ist ja auch ein mensch. ganz egal, ob er seine zunge zusammenrollen kann, oder nicht. manche menschen können es, andere nicht. die frage ist ja, ob man der gleichen art angehört. von einer biologin kam die antwort, dass es verschiedene pinguinarten gibt, die nicht miteinander kreuzbar sind. also muss es ja vor vielen jahren unterschiedliche kriterien gegeben haben, die einen pinguin ausmachen. ein kriterium war wohl, dass er nicht fliegen kann. also ist ein fliegender pinguin auch kein pinguin. oft hab ich nach solchen gesprächen den gedanken, dass das alles unnötig ist. ein pinguin - ob er nun fliegen kann oder nicht - ist ein lebewesen. es lebt auf dieser welt und es schert sich nicht darum, ob es fliegen kann oder nicht. der mensch ist es, der alles in kategorien stecken muss. und wenn etwas nicht passt, dann ist es gleich "andersartig", im negativen sinne. oder es wird eben etwas ganz neues geschaffen.
das muss nicht immer schlecht sein, ist es aber meistens. ich will nicht sagen, dass es blöd vom menschen ist, dass er alles ganz genau wissen will und es deswegen "sortiert" und seziert. eigentlich ist es sogar ganz toll, dass der mensch die intelligenz besitzt, dinge zu verstehen und sie für sich zu nutzen. ich frage mich nur, ob er sich der konsequenzen bewusst ist, die es unweigerlich mit sich bringt. durch die medizin haben wir immer mehr menschen das leben retten können, denen vor ein paar hundert jahren noch der tod sicher war. man muss sich ja nur einen kratzer zuziehen. wer glaubt heute schon noch, dass man davon sterben kann? tetanusimpfung sei dank. das problem an dem ganzen ist nur: wohin mit den ganzen menschen, die überleben? uns geht es so gut, dass wir immer älter werden, unser körper das aber gar nicht mehr wirklich schafft. so viele menschen liegen in altenheimen und fristen dort ihren lebensabend. sind oft gefangen in ihrem körper, weil er einfach nicht mehr so kann, wie man es gern will. oder es tritt das genaue gegenteil ein. der geist gibt auf und wir sind nicht mehr in der lage, selbstständig unser essen zu uns zu nehmen. dann wird man eben zwangsernährt. hauptsache, man wird am leben erhalten. wo bleibt da die freude am leben?
die freude ist es doch, wieso wir leben. wir wollen glücklich sein.
ich möchte kein urteil darüber abgeben, ob ein alter mensch, der nicht mehr alleine auf die toilette gehen kann, glücklich mit seinem leben ist. ich habe nie einen gefragt. ich denke, im alter ist einem auch vieles "egal" und man ist schneller glücklich. man erkennt einfach, dass es wichtigere dinge im leben gibt, gibt sich mit wenigem zufrieden und genießt.
kinder sind wohl die perfekten lebenskünstler. wenn men betrachtet, welche anforderungen ihnen gestellt werden und was sie daraus machen. sie lachen immer. sie wissen so wenig und doch sind sie die menschen, die das leben in vollen zügen genießen. natürlich kommt diese leichtigkeit auch daher, dass ihnen viele sorgen erspart bleiben. wo kriege ich die nächste mahlzeit her? wie verdiene ich das geld, um diese mahlzeit zu kaufen? und wenn man eine arbeit hat und geld verdient, dann hat man immer die sorge, dass man diese arbeit auch behält. und dann schaut man einmal über den tellerrand und sieht, dass es dort kriege und krankheiten gibt, die man auch noch abwehren muss.
fortsetzung folgt irgendwann...